PFW-Treffen Dezember 2004

Vor einigen Tagen fand ein Treffen der Parteifreien Wähler im Gasthaus Fuchswirt Allershausen statt. Bürgermeister Rupert Popp gab einen Jahresrückblick über die wichtigsten Projekte im Gemeindebereich Allershausen bekannt.

Sachstandsbericht zum Kinderhaus:


Das Kinderhaus wächst in die Höhe und die Gemeinde konnte anfangs Dezember die Hebweihfeier mit dem Planungsbüro, den Architekten, Arbeitern, Mitglieder des Gemeinderates und den Kindereinrichtungen feiern. Die Firmen arbeiten teilweise bis spät in den Abend und auch samstags, um den eng gesteckten Zeitrahmen von Bürgermeister Popp einhalten zu können. Der gebildete Arbeitskreis arbeitet hervorragend mit dem Planungsbüro Hechinger und dessen Architekten zusammen, die die Farbgestaltung des gesamten Kinderhauses planen und aussuchen. Bis zum Jahresende liegen die Ausgaben des gesamten Baues ca. 5 % unter der gesamten Kostenschätzung, d. h. eine Einsparung von ca. 100.000,-- €.


Radweg Allershausen - Leonhardsbuch:


Schwieriges Thema ist die Verwirklichung des Radweges entlang der Kreisstraße Allershausen - Leonhardsbuch. Bürgermeister Popp erläuterte nochmals kurz den gesamten Sachverhalt, da es teilweise Verwirrungen mit Pressemitteilungen gab. Von ihm wurden alle 28 Grundstückseigentümer angeschrieben, ob sie bereit wären, den benötigten Grund für den Bau dieses Radweges zum Preis von 10,-- €/qm abzutreten. Monatelang versuchte der Bürgermeister Antworten von den Eigentümern zu erhalten. Wie bereits mehrmals in Pressemitteilungen zu lesen war, ist es richtig, dass 25 Grundeigentümer die Zusage für eine Grundabtretung erteilt haben, aber teilweise nur unter gewissen Voraussetzungen. Das heißt, dass die Grundstücke von den Eigentümern nur bedingt von der Gemeinde käuflich erworben werden können und andere Eigentümer verlangen Tauschgrundstücke. Problem ist dabei, dass die geforderten Grundstücke teilweise noch nicht im Besitz der Gemeinde sind. Auf dieser Ebene ist dies eine schwierige Verhandlungsbasis und eine Einigung konnte noch nicht überall erreicht werden.
Bei 3 Eigentümern besteht weder die Zusage noch die Aussicht auf Grundstückserwerb, da die Bedingungen der Eigentümer nicht erfüllbar sind. Unter solchen Voraussetzungen und im Rahmen der Gleichbehandlung wird dies vom Gemeinderat nicht unterstützt.
Es wurde auch darauf hingewiesen, dass im Pressebericht der SPD von falschen Tatsachen ausgegangen wird, der Grundstückserwerb ist nicht so einfach wie dort berichtet.

Es ist zwar schade und nicht verständlich, dass sich einige Grundeigentümer so weigern, da dieser Radweg von höchster Priorität wäre, denn es sind nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder und ältere Personen, die weiterhin die Straße als Radweg zwischen Allershausen und Leonhardbuch benützen müssen. Wir würden gerne dieses Projekt für die Sicherheit unserer Bürger verwirklichen, aber uns sind bis zum jetzigen Zeitpunkt die Hände gebunden.

 


Weiter wurden folgende Themen angesprochen:

Den Bau eines Schützenheimes, das zum jetzigen Zeitpunkt keine Fortschritte macht, da    keine konkreten Vorschläge vom Schützenverein Diana eingebracht werden.
Den Hochbehälter in Schroßlach
Neugestaltung des Kirchplatzes, die hervorragend gelungen ist und die Gestaltung bei den Bürgern sehr gute Resonanz findet.
Lärmschutzwand in Oberallershausen, die eine reflektierende Wirkung zeigt und den Bürgern in Oberallershausen den Lärmpegel abhalten soll.
Kanal- und Straßenbestandsliste, die im Gemeindebereich gemacht werden soll, um eine Prioritätenliste erstellen zu können.
Anschaffung eines LKW für den Bauhof
Bebauungsplanänderungen - Glonnfeld mit Aldigebiet, Völkl-Areal, Wölkl-Areal in Tünzhausen, ehemaliges Baywa-Gelände
Klärschlammentsorgung
 

Es war eine sehr lebendige und interessante Veranstaltung und es wurde aufgezeigt, dass im Jahre 2004 im Gemeindebereich Allershausen doch sehr viel bewegt wurde.


PFW-Treffen Oktober 2004

Im Oktober fand wieder ein Treffen der Parteifreien Wähler statt. Sprecher Richard Dinkel und Bürgermeister Rupert Popp informierten die Bürger über aktuelle Themen.


Ein wichtiges Thema war der Stand des Baues des Kinderhauses. Bürgermeister gab einen kurzen Sachstandsbericht und teilte mit, dass die Bodenplatten bereits fertig gestellt sind und die Bauarbeiten jetzt nach oben wachsen. Das Kinderhaus ist nicht unterkellert und die Höhenkode liegen oberhalb des 100jährigen Hochwassers. Somit dürfte es in diesem Bereich zu keinem Problem mit Wasser kommen.
Die Bauarbeiten halten sich im angemessenen Zeitplan und die Fortschritte wachsen in die Höhe.
Es wurde ein Arbeitskreis gebildet, der aus 4 Gemeinderäte, Leiterinnen der Einrichtungen und der Verwaltung besteht. Alle 3 bis 4 Wochen werden Bemusterungen durchgeführt, in dem der Arbeitskreis gewisse Entscheidungen über Bauausführungen trifft. Dadurch erfolgt ein schnelles und flexibles Handeln durch die Gemeinde. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits ca. 1,5 Mio.€ an Gewerken vergeben und ca. 1 Mio. € an Maßnahmen müssen noch vergeben werden. Laut den Berechnungen des Architekturbüros liegen wir bereits ca. 100.000,-- € unter der geschätzten Kostenrechnung. Die Entwicklung geht vorwärts und die Gemeinde kann stolz auf dieses Projekt sein.

Dieses Kinderhaus wird dringend benötigt, das zeigen auch die Belegungszahlen der Kinderkrippe, Kindergärten und Kinderhort. Bis zum Stichtag konnten alle 3jährigen Kinder im Kindergarten aufgenommen werden. Auch die Kinderkrippe bzw. Kinderhort sind voll ausgebucht.
Die Zuschussrichtlinien werden sich voraussichtlich ab 1.1.2005 ändern und somit könnten Eltern je nach Bedarf die Kinderzeiten buchen. Die Abrechnungen erfolgen dann nach Zeiteinheiten. Eine größere Flexibilität der Familien bzw. Eltern kann dadurch erreicht werden. Wie dies in die Praxis umgesetzt werden kann, muss sich noch zeigen.


Heißes Thema war auch noch die Verkehrsüberwachung. Im Gemeindebereich gibt es immer wieder Probleme des ruhenden und fließenden Verkehrs. Bei den angeordneten Radarmessungen stellt sich immer wieder die Frage - Wo soll gemessen werden - an der Staatsstraße, Kreisstraße, Spielstraße oder 30-Zone??

Laut Geschwindigkeitsmessungen der Polizeiinspektion Freising wurden z.B. Höchstgeschwindigkeiten in Höhe Göttschlag von 134 km/h, Ortsdurchfahrt Leonhardsbuch bis zu 79 km/h und auf der Staatsstraße 2054 bis zu 88 km/h gemessen. In der Zeit von 1.1.2003 bis Ende Juli 2004 wurden 32 Messungen durchgeführt und 330 Verstöße registriert.


Im Gemeinderat wurde schon diskutiert, ob die Messung an eine Firma oder Zweckverband abgegeben wird. Bei Abgabe an den Zweckverband, muss die Gemeinde eine Mitgliedschaft vorweisen. Der fließende und ruhende Verkehr wird dann als „hoheitliche Aufgabe" von diesem Zweckverband übernommen.
Als zweite Möglichkeit gäbe es, diese Aufgabe an ein privates Unternehmen zu übergeben. Der Nachteil hierbei wäre, dass die Strafzettel von der Gemeinde verschickt werden müssten und auch Sprechzeiten des privaten Unternehmens müssten in der Gemeinde abgehalten werden.
Fazit der Diskussion war, dass in der Gemeinde etwas passieren muss, denn die Raser nehmen immer mehr zu und die Appelle an die Gemeindebürger bisher keine Aussichten auf Erfolg versprachen.


PFW-Treffen April 2004

Parteifreie Wähler informieren Bürger!
Alle 2 Monate treffen sich die Parteifreien Wähler und informieren die Bürger über aktuelle Themen im Gemeindebereich.

Heißer Diskussionspunkt löste wieder einmal das Heinritziwehr aus. Die Bürger der Reckmühle und teilweise von Unterkienberg sind in Aufruhr und es sind viele Einspruchsschreiben an das Landratsamt Freising abgegeben worden. Herr Dinkel berichtete, dass den Anliegern des Mühlbaches es nicht bewusst war, bei der Entstehung des Wehres und durch die geringe Wasserführung zu massiven Problemen kommen kann. Anlieger des Mühlbaches wurden nochmals kontaktiert und aufgeklärt und auf die Einspruchsfrist hingewiesen. Auch Besitzer von landwirtschaftlichen Grundstücken wurden nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass es bei einer Anstauung zu evtl. Vernässung bzw. Staunässe kommen kann. Auch die Gemeinde Allershausen hat sich mit einem Einspruchsschreiben daran beteiligt. Die Einspruchsfrist ist bereits abgelaufen und die Entscheidung wird nun vom Landratsamt Freising erwartet.


Weiteres Thema Neugestaltung des Kirchplatzes:


Die Arbeiten haben bereits begonnen und die Neugestaltung und Pflasterung wird nach Ostern vorgenommen. Die Organisation der Arbeiten werden so abgesprochen, dass es zu keine größeren Behinderungen kommt.


Auch diskutiert wurden die Kindergartengebühren und der Neubau des Pfarrkindergartens:
Laut Gemeinderatsbeschluss werden alle 2 Jahre die Kindergartengebühren angepasst. Dies führte zu einer erheblichen Diskussion im Gemeinderat, da man die Familien evtl. mehr entlasten sollte. Aber es kann nicht sein, dass die Bundesregierung und auf Landesebene das Kindererziehungsgeld um 800.000.000,-- € kürzt und die Kommunen müssen sich rechtfertigen, wenn die Kindergartengebühren auf die Erhöhungen des Öffentlichen Dienstes angeglichen werden.
Zum Neubau des Pfarrkindergartens teilte Bürgermeister Popp mit, dass der Erbauvertrag mit dem Ordinariat in Vorbereitung ist. Es wurde für die Ausschreibung ein Architektenwettbewerb durchgeführt, mit folgenden Auflage -3gruppiger Kindergartens, 1 Kinderkrippe und 1 Hortgruppe. Entscheidungen sind bislang noch nicht getroffen worden. Die Bezugsfertigkeit soll im September 2005 gegeben sein.
Die Nachfrage auch an Hortplätze ist enorm gestiegen und die Gemeinde müsste sich darüber Gedanken machen, welche Verschiebungen sind an den Platzbelegungen ergeben.


Zum Thema Radweg Aiterbach:


Der Radweg wird noch an der Kreisstraße entlang weiter gebaut. Die Verträge mit den Grundstückseigentümern sind bereits vollständig unter Dach und Fach. Die Fertigstellung wird voraussichtlich 2004 erfolgen.

Zum Schluss fanden noch rege und ansprechende Diskussionen über die Umgehungsstraße von Allershausen und Nordumfahrung statt. Bürgermeister Popp erklärte, dass die Nordumfahrung nur in der Voruntersuchung aufgenommen aber nicht in die erste Dringlichkeitsstufe. Die Umsetzung dürfte somit noch längere Zeit dauern. Auch die Autobahndirektion sowie das Straßenbauamt haben die erste Dringlichkeitsstufe abgelehnt.

Es wurden noch mehrere interessante Themen aufgegriffen entsprechend diskutiert. Zum Schluss kann man sagen, es war ein diskussionsfreudiger und lebhafter Informationsabend.